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Bericht aus dem Konflager 2020

Bericht des Konfirmandenjahrgangs 2020/2021

über das Konfirmandenlager in Friedrichshafen am Bodensee

 

Am Montag, 10. August 2020 brachen in Landquart 15 Konfirmandinnen und Konfirmanden mit dem Leitungsteam bestehend aus Pfarrer Daniel Bolliger, Susanne Giesler und Pfarrer Tobias Winkler auf, um den Bodensee zu erkunden und als neue Konfirmandengruppe zusammenzuwachsen. Nach dem Eintreffen in Friedrichshafen hatten wir – wegen aufwändiger Desinfektion der Zimmer in der Jugendherberge – erst einmal Zeit zur freien Verfügung. Einige von uns fuhren Riesenrad und genossen aus der Höhe den Blick auf den See. Nach dem Zimmerbezug hatten wir nach dem gegenseitigen Vorstellen und Kennenlernen eine Arbeitseinheit zum Thema «Identität - Wer bin ich?», in welcher wir auch etwas über Dietrich Bonhoeffer lernten. Nach dem Abendessen hatten wir noch eine Arbeitseinheit, in welcher wir uns kreativ mit Psalm 139 beschäftigten. Einige von uns gingen danach noch an den See, der leider nicht besonders sauber war. Die Algenschlacht war lustig, die Blutegel waren unangenehm. Nachts hatten wir leider einen Leiter, der immer und überall zu sein schien, so dass wir schliesslich unsere Nachtpläne aufgeben mussten und im Zimmer blieben.

Am Dienstag, 11.08., beschäftigten wir uns mit unserem eigenen Leben. Wo war Gott bisher in meinem Leben präsent? Ausgehend von einer Taufschale war ein Lebensfaden auf den Boden gelegt mit den Zahlen 0 bis 15, die für die Lebensjahre standen. Auf verschiedenfarbigen Zetteln schrieben wir schöne und traurige Erlebnisse unseres bisherigen Lebens und legten sie zum jeweiligen Lebensjahr. Hier entstand eine tiefe vertrauensvolle, offene Verbundenheit, denn Ernsthaftigkeit und Humor, Freud und Leid kamen hier deutlich zum Ausdruck. Dann wurde von jedem von uns ein Teelicht angezündet und an die Stelle gestellt, an dem sie und er, Gott ganz nahe gespürt haben. Pfarrer Daniel Bolliger musste dann leider die Heimreise antreten, da sich seine Fussverletzung wieder verschlimmert hatte. Nachmittags sind wir auf dem Bodensee Kanu gefahren. Diejenigen, die am Anfang die Schnellsten waren, hatten bald keine Kraft mehr und diejenigen, die am Anfang nicht vorwärtskamen, legten später richtig los. Diese Erfahrung war wohltuend für die Gemeinschaft in der Gruppe. Solidarität, Teamgeist, gegenseitiges Vertrauen, sich aufeinander verlassen können wurden so eingeübt. Leider konnte Florence wegen eines geprellten Armes diese Erfahrung nicht machen.

Abends haben wir den interessanten Film «Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott» angeschaut und besprochen. Es ging inhaltlich um die Frage, ob Gott Urheber des Leids ist oder nicht, und welche Funktionen die drei Personen der Trinität, also Vater/Mutter, Sohn und Heiliger Geist haben.

Am Mittwoch, 12. 08., mussten wir früher als sonst frühstücken, da wir nach Meersburg aufbrachen. Dort haben wir die Bibelgalerie in einem alten, ehemaligen Kloster besucht. Das ist ein interessantes Museum, das unter anderem auch die Lebenswelt Abrahams anschaulich verdeutlicht. Zudem durften wir eine Stadtrallye durch das schöne Städtchen Meersburg unternehmen. Danach fuhren wir mit dem Schiff bei strahlendem Sonnenschein nach Konstanz. Dort lernten wir bei einer Stadtführung mit einem mittelalterlichen Ritter viel über die Geschichte dieser wichtigen, traditionsreichen Stadt. Von der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Landquart wurden wir dann dankenswerterweise zum Abendessen ins Mc Donald’s eingeladen. Danach hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Auf der Rückfahrt hatten wir eine technische Störung im Zug. Manche von uns bekamen wegen des Knalls im Zugwaggon Angst, andere nahmen es cool. Nach langem Warten gab es dann einen Ersatzverkehr. Spät kamen wir immer noch aufgewühlt von diesem Ereignis in der Jugendherberge an. Dieses Erlebnis hat uns als Gruppe sehr zusammengeschweisst, konnten wir doch einander beistehen. Viele von uns haben dann einfach die Nacht durchgemacht.

Am Donnerstag, 13.08., bereiteten wir nach dem Zimmerräumen unseren Begrüssungsgottesdienst vor und traten dann nach einem kleinen Lunch sehr erschöpft, aber zufrieden und mit tollen Eindrücken die Heimreise an.

Ein grosses Dankeschön an das Leitungsteam.